Benutzer:Peter Hager/Baustelle/Geld
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Begriff (lö)
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https://de.wikipedia.org/wiki/Geld Geld sind die in einer Gesellschaft allgemein anerkannten Tausch- und Zahlungsmittel. net super
- Definitionen
Verschiedene Wissenschaften wie die Volkswirtschaftslehre und die Soziologie haben klassische Definitionen hervorgebracht. Volkswirtschaftlich ist für Friedrich Bendixen Geld eine „Anweisung auf das Sozialprodukt“, die einzelne Geldeinheit stellt einen „hypothetischen Inhaberanteil am staatlichen Sozialprodukt, einen ideellen Anspruch auf das Potential wirtschaftlicher Befriedigungsmöglichkeiten, dar“.[3] Damit fasste er Geld als Legitimation zum Empfang von Gegenleistungen aufgrund von vorangegangenen Vorleistungen auf. Günter Schmölders sah im Geld ein „dokumentiertes Wertversprechen allgemeiner Geltung“.[4]
Aus juristischer Sicht ist Geld das vom Staat vorgeschriebene gesetzliche Zahlungsmittel mit vorgegebenen Denominationen, ein „Geschöpf der Rechtsordnung“.[5] Geld ist das vom Staat oder einer staatlichen Behörde als Wertträger zum Umlauf ausgegebene und für den öffentlichen Verkehr bestimmte Zahlungsmittel.
Im praktischen Gebrauch ist Geld ein Zahlungsmittel, das sich von einfachen Tauschmitteln dadurch unterscheidet, dass es nicht unmittelbar den Bedarf eines Tauschpartners befriedigt, sondern aufgrund allgemeiner Akzeptanz zu weiterem Tausch eingesetzt werden kann.
Das in der Währungsverfassung eines Staates als gesetzliches Zahlungsmittel bestimmte Geld bezeichnet man als Währung.
- Rechtsfragen
Auch der Bundesgerichtshof (BGH) hat sich mit dem (strafrechtlichen) Begriff des Geldes befassen müssen. Danach ist Geld „… jedes vom Staat oder einer durch ihn ermächtigten Stelle als Wertträger beglaubigte, zum Umlauf im öffentlichen Verkehr bestimmtes Zahlungsmittel ohne Rücksicht auf einen allgemeinen Annahmezwang“.[18] Hierin kommen die bisher bereits erwähnten Grundfunktionen des Geldes zum Ausdruck. Regelmäßig ist der Staat oder eine von ihm beauftragte Stelle für die Ausgabe dieses verkehrsfähigen Zahlungsmittels zuständig, das als Wertträger fungieren soll. Dieses Monopol des Staates, Geld zu drucken und in Umlauf zu bringen, schließt mithin aus, dass nicht Autorisierte ebenfalls Geld drucken und in Umlauf bringen, sodass deren Handlungen als strafbare Fälschung von Zahlungsmitteln gelten (vgl. Falschgeld).
Nach deutschem Recht wird Geld als Rechtsbegriff den Inhaberpapieren gleichgestellt (§ 935 Abs. 2 BGB). Das bedeutet, dass Geld gutgläubig sogar dann noch erworben werden kann, wenn es dem rechtmäßigen Eigentümer gestohlen wurde, verloren gegangen oder sonst abhandengekommen ist. Für andere bewegliche Sachen gilt das nicht (§ 935 Abs. 1 BGB), weil bei Geld und Inhaberpapieren deren Verkehrsfähigkeit nicht eingeschränkt werden soll.
Münzen und Scheine gehen ins Eigentum des Inhabers über; die oft behauptete Aussage, die Europäische Zentralbank sei Eigentümer, der Inhaber nur berechtigter Besitzer, gilt nicht für den Euro. Das Eigentum an Geld wird wie bei Inhaberpapieren durch einfache Einigung und Übergabe verschafft (§ 929 Satz 1 BGB). Euroscheine sind Sachen im Sinne von § 90 BGB. An Sachen kann jeder Eigentum gemäß allgemeinen zivilrechtlichen Regelungen erwerben. Banknoten und Münzen gehören somit demjenigen, dem sie übereignet worden sind. Der Eigentümer kann mit ihm gehörenden Sachen in den durch die Rechtsordnung gesetzten Grenzen nach Belieben verfahren. Für den Euro gilt, dass die Zerstörung von Zahlungsmitteln weder rechtswidrig noch strafbar ist.[19] In Deutschland gilt § 903 BGB, wonach der Eigentümer mit seinen Sachen grundsätzlich nach Belieben verfahren darf. Jeder Besitzer von Geld kann entscheiden, sein Geld nie mehr auszugeben und damit für immer aus dem Umlauf zu nehmen. Mit einer unumkehrbaren Beschädigung von Zahlungsmitteln wird Geld auch nicht vernichtet, sondern nur unumkehrbar aus dem Umlauf genommen. Die Bundesbank leistet jedoch für absichtlich beschädigte Geldscheine keinen Ersatz.[20]
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/geld-32540
Geld ist das allgemein anerkannte Tausch- und Zahlungsmittel, auf das sich eine Gesellschaft verständigt hat. Ist man durch die Rechtsordnung verpflichtet, das Geld anzunehmen, dient es als gesetzliches Zahlungsmittel, durch das eine Schuld mit rechtlicher Wirkung getilgt werden kann. Im Euro-Währungsgebiet ist Euro-Bargeld das gesetzliche Zahlungsmittel. Im Eurosystem dürfen nur die Zentralbanken Euro-Bargeld schaffen und in Umlauf bringen.
1. Begriff/Charakterisierung: Geld oder Zahlungsmittel sind Aktiva, die aufgrund von Marktkonvention oder gesetzlicher Verpflichtung vom Gläubiger zur Abdeckung von Verbindlichkeiten angenommen werden.
Der Übergang von der Naturaltausch- zur Geldwirtschaft begann mit der zunächst lokalen Gewohnheit, durch die Einigung auf ein Zwischentauschgut den zuvor simultanen Austausch zweier Leistungen in getrennte Vorgänge des Kaufs und Verkaufs zu zerlegen. Als Medium dienten zunächst aufbewahrfähige Güter (Warengeld, z.B. Felle, Öle, Schmuck). Mit der Entwicklung des Handelsverkehrs und der Arbeitsteilung wurden diese durch Finanzaktiva (Münzen, private und staatliche Banknoten sowie Giralgeld in Form täglich fälliger Sichteinlagen bei Geschäftsbanken) ersetzt.
In der modernen Geldverfassung findet die Geldschöpfung durch die Zentralbank (Zentralbankgeld) oder das Banksystem (Giralgeld) statt. Die Verwendung gesetzlicher Zahlungsmittel bietet dem Schuldner die Gewähr, nicht in Verzug zu geraten.
https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/19443/geld/ allgemeines Tauschmittel, mit dessen Hilfe Güter getauscht werden können; mit Geld werden Güter bezahlt. Für die Vermittlung von Käufen und Verkäufen ist das Geld als allgemein anerkanntes Zahlungsmittel in einer arbeitsteiligen Wirtschaft unentbehrlich. Weiterhin dient Geld als Wertmesser oder Recheneinheit (mit Geld sind Güterwerte messbar und vergleichbar), als Wertaufbewahrungsmittel (mit Geld können Werte aufbewahrt und gespart werden und bei Bedarf in Güter umgetauscht werden) und als Wertübertragungsmittel (mithilfe von Geld können Werte an andere Personen z. B. durch Verkauf oder Schenkung übertragen werden). net super
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Der Begriff bezeichnet:
Begriff bedeutet.
Bedeutung
ev ändern Funktion
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fe
- Geldfunktionen
→ Hauptartikel: Geldfunktion
In der Volkswirtschaftslehre wird Geld funktional definiert.[9] Karl Marx beschreibt in seinem Hauptwerk Das Kapital die Funktion des Geldes als „spezifische Äquivalentware“, als „Maß der Werte“ im Prozess der „Warenzirkulation“, die wiederum mittels des Geldes Ausgangspunkt des Kapitals ist.[10]
- Geld hat Zahlungsmittelfunktion: Unter einem Tausch- oder Zahlungsmittel versteht man ein Objekt oder auch ein erwerbbares Recht, das ein Käufer einem Verkäufer übergibt, um Waren oder Dienstleistungen zu erwerben. Geld vereinfacht den Tausch von Gütern und die Aufnahme und Tilgung von Schulden.
- Geld ist ein Wertaufbewahrungsmittel.
- Geld ist ein Wertmaßstab bzw. eine Recheneinheit: Durch die Denomination (Nominalwerte von Banknoten und Münzen) ist die geldliche Gegenleistung als Marktwert und Marktpreis für Güter und Dienstleistungen messbar und bietet die Möglichkeit zur Verrechnung.
Konstitutiv ist für das Wesen des Geldes hauptsächlich die Funktion als transaktionsdominierendes Tauschmittel.
Je besser ein Gut die Geldfunktionen erfüllt, umso eher wird es als Geld angesehen.
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/geld-32540
2. Grundfunktionen: a) Rechenmittelfunktion: Durch Gleichsetzen einer Geldeinheit mit dem Nominalwert von Eins wird die mögliche Anzahl der Naturaltauschraten, die bei n Güterarten fast der Hälfte des Quadrats von n entspricht, auf n Geldpreise verringert. Die Funktion des Geldes als Rechenmittel des Tauschverkehrs könnte allerdings auch von einem abstrakten Maß wahrgenommen werden. Diese Funktion ist daher nicht konstitutiv für das Wesen des Geldes
b) Wertaufbewahrungsfunktion: Entsprechendes gilt für die Funktion der Wertaufbewahrung. Die Haltung von Geld erlaubt, Kaufkraft interregional und intertemporal zu transportieren. Diese Funktion wird aber auch von anderen Aktiva erfüllt, und zwar oft besser, weil mit sinkendem Wert des Geldes nur der Nominalwert, nicht dagegen der für die Qualität der Wertaufbewahrung entscheidende Realwert erhalten bleibt.
c) Tauschmittelfunktion: Konstitutiv für das Wesen des Geldes ist daher allein die Eigenschaft bzw. Funktion als transaktionsdominierendes Tauschmittel. Diese Eigenschaft verleiht Geld den höchsten Liquiditätsgrad von Eins; das bedeutet, dass Geld ohne Abschlag zum Nominalwert angenommen wird. Als transaktionsdominierendes Tauschmittel ermöglicht Geld den Marktteilnehmern die Einsparung von Transaktionskosten sowie von Informationskosten über die Marktmöglichkeiten. Als Tauschmittel erweitert das Geld mit dieser Kostenersparnis bei gegebener Faktorausstattung den Bereich der realen Produktionsmöglichkeiten der Volkswirtschaft.
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Ermittlung / Berechnung
einen löschen
fe
eigene
Berechnung[13]
NN[14]
lä Benutzer:Peter_Hager/Praktische_Hilfen#Mathematik
| Variable | |
| = | Ergebnis |
| Variable |
Excel
- NN lässt sich in Excel mit der Funktion
VAR.P()ermitteln.[15]
Geldarten
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https://de.wikipedia.org/wiki/Geld
- Geldarten
In einem zweistufigen Geldsystem gibt es Zentralbankgeld, entweder als Bargeld, das in Form von Münzen und Banknoten (Papiergeld) als Kassenbestand vorhanden ist oder Einlagen von Geschäftsbanken bei der Zentralbank. Weiterhin gibt es Buchgeld (bzw. Giralgeld), einem Zahlungsanspruch einer Nichtbank gegenüber einem Kreditinstitut auf einem Girokonto.[6] Bargeld ist nach Definition der Europäischen Zentralbank[7] im Aggregat M 0 {\displaystyle M0} außerhalb der Zentralbank (inklusive Kassenbestände der Geschäftsbanken) plus dem Zentralbankgeldbestand der Kreditinstitute auf Konten bei der Zentralbank enthalten.[8] Das Aggregat M 1 {\displaystyle M1} erfasst den Bargeldumlauf bei Nichtbanken (also ohne Kassenbestände der Geschäftsbanken) plus Sichteinlagen der Nichtbanken. In den weiteren Aggregaten M 2 {\displaystyle M2} und M 3 {\displaystyle M3} sind zusätzlich Verbindlichkeiten von Banken gegenüber Kunden mit einer Laufzeit von bis zu zwei Jahren enthalten. Je länger die Bindungsdauer (Frist) einer Verbindlichkeit ist, desto mehr verliert sich deren Charakter als flüssiges Zahlungsmittel für den Inhaber. Daher sind Geldmengen von ihrer Definition abhängig. Diese unterscheiden sich zwischen den Währungsräumen.
Geldarten
- Zentralbankgeld:
- Bargeld, das in Form von Münzen und Banknoten (Papiergeld) als Kassenbestand vorhanden ist oder
- Einlagen von Geschäftsbanken bei der Zentralbank.
- Buchgeld (bzw. Giralgeld), einem Zahlungsanspruch einer Nichtbank gegenüber einem Kreditinstitut auf einem Girokonto.
Heutzutage wird ein Großteil der Zahlungen bargeldlos über EC-Karten oder Kreditkarten abgewickelt. Der größte Teil der Geldmenge besteht aus Girokonto- und Tagesgeldguthaben (Sichteinlagen).
eigene
Literatur
Weblinks
- [
NN bei Wikipedia], abgefragt 4.5.2025;
- [
NN bei Gablers Wirtschaftslexikon], abgefragt 4.5.2025;
- [
NN bei Bundeszentrale für politische Bildung], abgefragt 4.5.2025;
- [
NN bei Grundlagen Statistik], abgefragt 4.5.2025;
Geldmarkt
- Weiterleitung:
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- Synonyme: [[]]
siehe auch-> [[]]
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<u>https://de.wikipedia.org/wiki/Geld </u>
- Geldmarkt und Geldpolitik
→ Hauptartikel: Geldpolitik Über den Geldmarkt können Zentralbanken auf das Verhältnis von Geldangebot und Geldnachfrage einwirken. Das Geldangebot kann die Zentralbank weitgehend steuern. Die Geldnachfrage ist abhängig von dem Verhalten der Wirtschaftssubjekte (Unternehmen, Privathaushalte, der Staat nebst seinen Untergliederungen).
Monetäre Ursachen für Inflation und Deflation: Übersteigt das Geldangebot die Geldnachfrage, so steigen die Preise (Inflation). Ist das Geldangebot kleiner als die Geldnachfrage, fallen die Preise (Deflation). Zentralbanken haben ein geldpolitisches Dilemma. Einerseits möchten sie durch niedrige Zinsen für Zentralbankgeld die Wirtschaft ankurbeln, denn niedrige Zinsen fördern Investitionen und Wirtschaftswachstum. Andererseits soll das Geldangebot (die EZB beobachtet hauptsächlich die Geldmenge M3[15]) die Geldnachfrage nicht übersteigen, damit die Inflation niedrig bleibt. Hierzu muss ggf. durch Zinserhöhungen gegengesteuert werden. Zinserhöhungen verteuern die Geldschöpfung von Zentralbankgeld. Die Zentralbanken müssen also immer den situativ richtigen Zinspfad finden.[16]
Realwirtschaftliche Ursachen: Inflation ist nicht immer ein monetäres Phänomen, sie kann auch realwirtschaftliche Ursachen haben. Auf dem Gütermarkt können sich bestimmte Güter z. B. Rohöl verknappen, dies führt zu Preissteigerungen, die sich als Preissteigerungen in nachgelagerten Märkten (z. B. Transportgewerbe) fortpflanzen.[17]
https://de.wikipedia.org/wiki/Geldmarkt
Der Geldmarkt ist ein Teilmarkt des Finanzmarktes, der von kurzfristigem Geldangebot, kurzfristiger Geldnachfrage und dem hieraus gebildeten Geldmarktzins bestimmt wird und der insbesondere dem Liquiditätsausgleich zwischen Kreditinstituten dient.
- Allgemeines
Dem Geldangebot steht auf dem Geldmarkt die Geldnachfrage gegenüber. Handelsobjekte sind Zentralbankgeldguthaben, Tages- und Termingelder, Repo- und Leihegeschäfte, kurzfristige Wertpapiere (Geldmarktpapiere), Fazilitäten der Zentralbank (z. B. Hauptrefinanzierungsinstrument der EZB), Geldmarktderivate (Forward Rate Agreements, Overnight Index Swaps, Geldmarkt-Futures), Schatzanweisungen oder Wechsel. Als Marktteilnehmer fungieren die Zentralbanken (Geldangebot), Kreditinstitute (Geldangebot/Geldnachfrage) und andere Finanzintermediäre, Großunternehmen aus dem Nichtbankensektor oder der Staat mit seinen Untergliederungen (öffentliche Verwaltung, Staatsunternehmen, Kommunalunternehmen) (Geldnachfrage). Auch Transaktionen des Interbankenhandels und des internationalen Kreditverkehrs finden teilweise auf dem Geldmarkt statt. Anleger gehören als Geldnachfrager zu den Marktteilnehmern eines erweiterten Geldmarktbegriffs. Der Preis auf dem Geldmarkt heißt verallgemeinernd Geldmarktzins. Transaktionen werden außerbörslich, z. B. am Telefon, von so genannten Geldhändlern abgeschlossen. Die gehandelte Mindeststückelung beläuft sich in der Regel auf 1 Million Euro.[1]
Der Kapitalmarkt unterscheidet sich vom Geldmarkt vor allem durch die Fristigkeit der Handelsobjekte. Diese Einteilung führte im Jahre 1909 der Ökonom Arthur Spiethoff ein.[2] Sie betrifft auf dem Geldmarkt Laufzeiten oder Fälligkeiten von weniger als zwei Jahren, wobei die Abgrenzung unterschiedlich vorgenommen wird. Die mittlere Fristigkeit (2–4 Jahre) wird in der Fachliteratur entweder dem Geldmarkt[3] oder dem Kapitalmarkt zugeordnet.[4]
- Geldangebot
→ Hauptartikel: Geldangebot
Geld ist im Bankensystem bilanziell ein Passivum, denn es steht in Form von Bargeld bei der Zentralbank und als Sichteinlagen bei Geschäftsbanken auf der Passivseite der Bilanzen.[6] Geldangebot ist also bilanziell die Bereitschaft des Bankensystems, Geld darstellende Passiva zu akzeptieren und damit zu erzeugen.
Angeboten, also „produziert“, wird Geld in modernen Volkswirtschaften von der Zentralbank und den Geschäftsbanken.[7] Entsprechend unterscheidet man beim Geldangebot zwischen Zentralbankgeld und Geschäftsbankengeld. Das Zentralbankgeld besteht aus Bargeld und Reserven, das Geschäftsbankengeld entsteht im Rahmen der Giralgeldschöpfung.[8] Die Zentralbank kontrolliert das Geldangebot direkt (Zentralbankgeld) oder indirekt (beim Geschäftsbankengeld) durch Zinssätze, Offenmarktgeschäfte und die Mindestreserven.[9]
- Geldnachfrage
→ Hauptartikel: Geldnachfrage
Geldnachfrage ist die Geldmenge, die auf dem Geldmarkt von den Wirtschaftssubjekten nachgefragt wird. Der (latente) Geldbedarf wird erst zur Geldnachfrage, wenn die Wirtschaftssubjekte als Marktteilnehmer auf dem Geldmarkt auftreten und dort Geld (Bargeld, Buchgeld) nachfragen.
Geldnachfrage entsteht aus der Notwendigkeit, die zeitlichen Abstände zwischen den Einnahmen und den Ausgaben zu überbrücken.[10] Um Geldnachfrage handelt es sich daher, wenn Zahlungen etwa beim Kauf von Gütern und Dienstleistungen (für Konsum oder Investitionen), zur Geldanlage oder zur Tilgung von Schulden anstehen (Transaktionskasse). Besteht Ungewissheit über die Höhe des Transaktionsbedarfs, so entsteht Geldnachfrage zum Schutz vor Illiquidität (Vorsichtskasse). Auch Geld für Hortungszwecke wegen Preis- und Zinserwartungen (Spekulationskasse) lässt Geldnachfrage entstehen. Nimmt in der Volkswirtschaft das nominale Bruttoinlandsprodukt zuzüglich des Handels mit Gebrauchtgütern (Transaktionsvolumen) bei konstanter Umlaufgeschwindigkeit des Geldes zu, so steigt proportional die Geldnachfrage. Sie sinkt bei steigendem Zinsniveau.
- Zinssteuerung durch die Zentralbank
Kurzfristige Geldmarktzinssätze der Bundesbank seit 1980
Die Steuerung von Geldmarktzinsen gehört zu den wichtigsten geldpolitischen Aktivitäten von Zentralbanken. Die Europäische Zentralbank (EZB) steuert Geldmarktzinsen über Hauptrefinanzierungssatz, Spitzenrefinanzierungssatz und Einlagesatz, wodurch sich der Geldmarktzins in der Regel stets zwischen den beiden letztgenannten Zinssätzen bewegt, die beide zusammen den Zinskorridor bilden.
Die US-amerikanische Zentralbank (FED) steuert die Geldmarktzinsen neben der quantitativen Methode der Diskontpolitik über ein Zielband für die Federal Funds Rate. Die Schweizerische Nationalbank verfolgt eine ähnliche Strategie. Ihre quantitative Steuerung erfolgt über die o. g. Rückkaufvereinbarungen, eine direkte Steuerung des Zinses über ein Zielband für den Dreimonats-Libor.
Innerhalb des Zinskorridors richtet sich der Geldmarktzins nach dem Verhältnis von Zentralbankgeldangebot und Zentralbankgeldnachfrage, wobei sich der zu entrichtende Geldmarktzins nach der kürzest möglichen Kündigungsfrist richtet, an dem der Geldmarktkredit zurückgezahlt werden muss.
- Marktgleichgewicht
Die Makroökonomie untersucht unter anderem das Marktgleichgewicht. Die Erkenntnisse hierüber lassen sich auch auf den Geldmarkt übertragen, wo speziell vom Geldmarktgleichgewicht die Rede ist. Das Geldmarktgleichgewicht stellt sich auf dem Geldmarkt ein, wenn die Geldnachfrage L {\displaystyle L} mit dem Geldangebot M {\displaystyle M} übereinstimmt:[11]
L = M {\displaystyle L=M}.
Diese so genannte LM-Funktion führt weder zu Inflation noch zu Deflation auf dem Gütermarkt. Stimmen Geldnachfrage und Geldangebot nicht überein, liegt entweder eine Geldlücke
L > M {\displaystyle L>M}
oder umgekehrt ein Geldüberhang vor. Geldlücke oder Geldüberhang erzeugen inflatorische oder deflatorische Wirkungen und werden deshalb im Rahmen der Geldpolitik von den Zentralbanken durch Steuerung des Geldangebots beseitigt.
https://de.wikipedia.org/wiki/LM-Funktion https://de.wikipedia.org/wiki/IS-LM-Modell
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/geldmarkt-34586
1. Geldmarkt im makroökonomischen Sinn: Zusammentreffen von Angebot und Nachfrage nach Geld zwischen Banken und Nichtbanken.
2. Im institutionellen Sinn: Markt für den kurzfristigen Geldhandel, v.a. für den Handel von Zentralbankgeld zwischen Kreditinstituten. Er dient dem partiellen Liquiditätsausgleich der Banken. Dies geschieht auf zweifache Weise: Durch Mittelbereitstellung eines Kreditinstitutes an ein anderes oder durch Kauf von Geldmarktpapieren bei einem anderen Kreditinstitut. Geldmarktpapiere sind Wertpapiere mit relativ kurzer Laufzeit (bis zu zwei Jahren). Der Zins, zu dem Zentralbankgeld gehandelt wird ist der Geldmarktsatz
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/geldmarktpapiere-36717
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/geldmarktpapiere-36717
https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/159960/geldmarkt/
im engeren Sinn ein Markt für den Handel mit Finanzmitteln kurzer Fristigkeit (Laufzeit bis zu einem Jahr). Gehandelt werden Zentralbankguthaben vornehmlich in Form von Tagesgeld, Monatsgeld und Dreimonatsgeld mit vereinbarter Laufzeit (Festgeld) oder mit vereinbarter Kündigungsfrist und unbestimmter Laufzeit (Kündigungsgeld) sowie Geldmarktpapiere wie Schatzwechsel und unverzinsliche Schatzanweisungen. Teilnehmer am Geldmarkt sind die Geschäftsbanken untereinander, die Europäische Zentralbank (EZB) und für diese in Deutschland die Deutsche Bundesbank. Die Zinsen am Geldmarkt, die Geldmarktsätze, werden wesentlich von den Zinsen bestimmt, zu denen die Zentralbank den Kreditinstituten Liquidität bereitstellt.
Im weiteren Sinn ist der Geldmarkt ein Markt, an dem die Geldnachfrage, also der Bedarf an Geld (z. B. kurzfristige Kredite oder Darlehen) und das Geldangebot zusammentreffen. Neben dem Kapitalmarkt und dem Kreditmarkt gehört der Geldmarkt zu den Interner Link: Finanzmärkten
eigene
Literatur
Weblinks
- [
NN bei Wikipedia], abgefragt 4.5.2025;
- [
NN bei Gablers Wirtschaftslexikon], abgefragt 4.5.2025;
- [
NN bei Bundeszentrale für politische Bildung], abgefragt 4.5.2025;
- [
NN bei Grundlagen Statistik], abgefragt 4.5.2025;
Geldpolitik
- Weiterleitung: Geldpolitik
Hauptartikel-> [[]]
- Synonyme: [[]]
siehe auch-> [[]]
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<u>https://de.wikipedia.org/wiki/Geld </u>
- Geldmarkt und Geldpolitik
→ Hauptartikel: Geldpolitik Über den Geldmarkt können Zentralbanken auf das Verhältnis von Geldangebot und Geldnachfrage einwirken. Das Geldangebot kann die Zentralbank weitgehend steuern. Die Geldnachfrage ist abhängig von dem Verhalten der Wirtschaftssubjekte (Unternehmen, Privathaushalte, der Staat nebst seinen Untergliederungen).
Monetäre Ursachen für Inflation und Deflation: Übersteigt das Geldangebot die Geldnachfrage, so steigen die Preise (Inflation). Ist das Geldangebot kleiner als die Geldnachfrage, fallen die Preise (Deflation). Zentralbanken haben ein geldpolitisches Dilemma. Einerseits möchten sie durch niedrige Zinsen für Zentralbankgeld die Wirtschaft ankurbeln, denn niedrige Zinsen fördern Investitionen und Wirtschaftswachstum. Andererseits soll das Geldangebot (die EZB beobachtet hauptsächlich die Geldmenge M3[15]) die Geldnachfrage nicht übersteigen, damit die Inflation niedrig bleibt. Hierzu muss ggf. durch Zinserhöhungen gegengesteuert werden. Zinserhöhungen verteuern die Geldschöpfung von Zentralbankgeld. Die Zentralbanken müssen also immer den situativ richtigen Zinspfad finden.[16]
Realwirtschaftliche Ursachen: Inflation ist nicht immer ein monetäres Phänomen, sie kann auch realwirtschaftliche Ursachen haben. Auf dem Gütermarkt können sich bestimmte Güter z. B. Rohöl verknappen, dies führt zu Preissteigerungen, die sich als Preissteigerungen in nachgelagerten Märkten (z. B. Transportgewerbe) fortpflanzen.[17]
https://de.wikipedia.org/wiki/Geldpolitik
Als Geldpolitik (auch Geldmarktpolitik) bezeichnet man zusammenfassend alle wirtschaftspolitischen Maßnahmen, die eine Zentralbank ergreift, um ihre Ziele zu verwirklichen. Das wichtigste Instrument der Geldpolitik ist der Leitzins für das Zentralbankgeld. Für eine restriktive Geldpolitik wird der Leitzins erhöht, um die Kreditaufnahme zu verteuern und die Geldmenge zu verknappen, um beispielsweise eine Inflation zu dämpfen. Indirekt wird dadurch das Wirtschaftswachstum gebremst. Eine Senkung der Leitzinsen verbilligt die Kredite und soll durch eine expansive Kreditpolitik der Geschäftsbanken die Geldmenge erhöhen, um beispielsweise einer Deflation entgegenzuwirken und das Wirtschaftswachstum anzukurbeln.
- Ziele der Geldpolitik
Bei den Zielen, die die Geldpolitik verfolgt, werden folgende unterschieden: net super
- Übergeordnete, wirtschaftspolitische Ziele: Diese ergeben sich in der Regel aus den Zentralbankstatuten. Bei der Europäischen Zentralbank (EZB) ist das die Preisniveaustabilität. Die Zentralbank der USA (das Federal Reserve System, kurz: „Fed“) hat daneben ein Wachstums- und Beschäftigungsziel. Auch die EZB hat das Nebenziel, die allgemeine Wirtschaftspolitik zu unterstützen. Bisweilen verfolgen Zentralbanken auch Wechselkursziele.
- Ziele der Zentralbankpolitik: dies sind Zwischenziele, die bei der Erfüllung der wirtschaftspolitischen Ziele verfolgt werden. Das Zwischenziel ist ein Indikator, ob das wirtschaftspolitische Ziel eingehalten werden kann. Dies können beispielsweise die Geldmenge, der Zins, die Inflationsrate, das Wirtschaftswachstum, der Preisindex oder eine Kombination aus mehreren Zielen sein.
- Expansive Geldpolitik
Expansive Geldpolitik ist eine geldpolitische Maßnahme der Ausdehnung der Geldmenge oder des Geldangebotes einer Zentralbank. Dadurch wird versucht, wirtschaftspolitische Ziele zu erreichen. Eine Verknappung der Geldmenge wird als restriktive Geldpolitik bezeichnet.
Zur Erreichung der geldpolitischen Ziele steht der Notenbank eine Reihe geldpolitischer Instrumente zur Verfügung. Sie führt Offenmarktgeschäfte durch, bietet ständige Fazilitäten an und verlangt, dass die Kreditinstitute Mindestreserven bei ihr hinterlegen. Expansive Geldpolitik zeigt sich auch dadurch, dass die Zentralbank zum Beispiel bei den Geschäftsbanken bestimmte Wertpapiere und Wechsel ankauft. Im Rahmen der Offenmarktpolitik ist es der Zentralbank ebenfalls möglich, Wertpapiere am Wertpapiermarkt zu erwerben. Eine expansive Geldpolitik verfolgt die Senkung der Reservesätze durch die Zentralbank und ermöglicht dadurch die Entstehung von Überschussreserven.[2][3]
- Auswirkungen
„Die Geldpolitik ist ein wirkungsvolles Instrument zur kurzfristigen Stabilisierung von Konjunkturzyklen.“[4] Gegenüber der restriktiven Geldpolitik wird expansive Geldpolitik in Rezessionen getätigt, um die Wirtschaft anzukurbeln. In der kurzen Frist hat sie reale und schnelle Wirkung auf die Produktion beziehungsweise den Zinssatz, in der mittleren Frist ist sie jedoch wirkungslos und im Endeffekt bleibt nur eine Preisniveauerhöhung.
Ev erg IS-LM modell
- Kontraktive Geldpolitik
→ Hauptartikel: Restriktive Geldpolitik
Die kontraktive Geldpolitik umfasst alle Maßnahmen, welche das Geldangebot, das heißt die Höhe des sich im Umlauf befindlichen Gelds, verringert. Eine Zentralbank kann Offenmarktgeschäfte nutzen, um die Geldbasis zu verringern. Das erfolgt typischerweise über den Verkauf von Wertpapieren gegen Bargeld. Durch den Einzug dieses Bargelds entzieht sie der Wirtschaft Geld und verkürzt damit die monetäre Grundlage. Kontraktive Geldpolitik kann durchgeführt werden, indem die Zentralbank von den Geschäftsbanken die Haltung einer höheren Mindestreserve fordert. Banken halten nur einen Bruchteil ihres Vermögens für unmittelbare Geldabhebungen in Bargeld. Der Rest ist in Unbares, wie zum Beispiel Kredite oder Hypotheken, investiert. Vor allem in Zeiten konjunktureller Überhitzung ist die kontraktive Geldpolitik ein wirksames Instrument. Sie führt zu Zinssteigerungen, Produktions- und Investitionsrückgang und dämmt die Gefahr einer verstärkten Inflation ein.
https://wirtschaftslexikon.gabler.de/definition/geldpolitik-34043
- Charakterisierung
Die Geldpolitik beinhaltet alle Maßnahmen, die aufgrund geldtheoretischer Erkenntnisse zur Regelung der Geldversorgung und des Kreditangebots der Banken unter Beachtung der gesamtwirtschaftlichen Ziele ergriffen werden. Häufig findet sich auch die Bezeichnung „Geld- und Kreditpolitik“ mit der gleichen begrifflichen Bedeutung. Das Ziel der Preisniveaustabilität steht dabei im Vordergrund. Nach Kriegsende fungierte in Westdeutschland als Spitzen- und Refinanzierungsinstitut die Bank deutscher Länder. Ihr nachgeordnet waren die rechtlich selbstständigen Länderzentralbanken. Mit dem Gesetz über die Deutsche Bundesbank (BbankG) vom 26.5.1957 trat die Deutsche Bundesbank deren Nachfolge an. Die Länderzentralbanken wurden rechtlich unselbstständige Hauptverwaltungen. In Ostdeutschland wurde 1948 die Deutsche Emissions- und Notenbank gegründet und diese noch im gleichen Jahr in die Deutsche Notenbank umgewandelt. Ab 1968 wurden die Aufgaben von der Staatsbank DDR übernommen. Der am 1.7.1990 in Kraft getretene Staatsvertrag über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion zwischen der Bundesrepublik und der damaligen DDR führte die Deutsche Mark als alleiniges gesetzliches Zahlungsmittel in beiden deutschen Staaten ein. Gleichzeitig wurde die geld- und währungspolitische Zuständigkeit auf die Bundesbank übertragen. Mit dem Beginn der dritten Stufe der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion - Europäische Währungsunion (EWU) - ist die Verantwortung der Geldpolitik ab dem 1.1.1999 auf das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) übergegangen. Für die praktische Umsetzung der Geldpolitik findet der Grundsatz der Dezentralität Anwendung, nach dem die zentral im Rat der Europäischen Zentralbank (EZB-Rat) beschlossenen Operationen dezentral von den nationalen Zentralbanken (Deutsche Bundesbank) umgesetzt werden.
- Geldpolitische Strategien
Notenbanken können ihre geldpolitischen Endziele (goals; final targets) - wie Preisniveaustabilität oder Konjunkturstabilisierung - aufgrund vorhandener Wirkungsverzögerungen (time lags) und unvollständiger Kenntnisse über die genauen Übertragungskanäle geldpolitischer Maßnahmen nicht direkt steuern. Deshalb werden geldpolitische Strategien formuliert, die die konzeptionelle Vorgehensweise von Notenbanken zur Verfolgung ihrer angestrebten Endziele festlegen. Diese Strategien erfassen den gesamten Übertragungsprozess geldpolitischer Impulse, vom Instrumenteneinsatz über operative Ziele (operational targets) und Zwischenziele (intermediate targets) bis hin zu den Endzielen. Durch die zeitliche Zerlegung der Transmissionskanäle (vgl. Geldtheorie) erhält die Notenbank schnellere und zuverlässigere Informationen über potenzielle Fehlentwicklungen und kann Korrekturen einleiten. Die geldpolitische Strategie soll dabei sowohl den Entscheidungsprozess innerhalb der Notenbank erfassen als auch die Darstellung und Begründung geldpolitischer Entscheidungen gegenüber den Marktteilnehmern erleichtern. Sofern die Notenbank Zwischenziele formuliert, lässt sich die bestehende Zielhierarchie in zwei Stufen zerlegen (zweistufige geldpolitische Strategie). Die erste Ebene beschreibt das Verhältnis von operativen Zielen und Zwischenzielen, die zweite Ebene die Relation von Zwischen- und Endzielen. Verzichtet man auf die Formulierung von Zwischenzielgrößen und steuert das Endziel direkt über die operativen Ziele an, ergibt sich eine einstufige geldpolitische Strategie.
- Instrumente
Ausgangspunkt jeder Strategie sind geldpolitische Instrumente als die eigentlichen Werkzeuge der Notenbank zur Durchsetzung operativer Ziele. Das geldpolitische Instrumentarium wird üblicherweise in drei Grundkategorien eingeteilt: Mindestreservepolitik, Zins- oder Fazilitätenpolitik und Offenmarktpolitik. Beim Einsatz ihrer Instrumente können Notenbanken üblicherweise Preis- oder Mengengrößen festsetzen. Zu der Ausgestaltung dieser Instrumente in der europäischen Geldpolitik vgl. Europäisches System der Zentralbanken (ESZB).
- Mindestreservepolitik
Die Mindestreservepolitik hat die Veränderung der Mindestreserve zum Gegenstand. So führt eine Erhöhung der Mindestreservesätze unmittelbar zu einer Verringerung der freien Liquiditätsreserven. Damit sinkt der Geld- und Kreditschöpfungsspielraum der Banken. Da die Reservehaltung nur gering verzinst wird, treten gleichzeitig Rentabilitätseffekte auf, die zu einer Erhöhung des Zinsniveaus (Kreditkosten) führen und tendenziell die Kreditnachfrage dämpfen (sollen). Über diese Wirkungen erhofft man sich von Mindestreservesatzvariationen gleichzeitig einen Beitrag zur Stabilisierung der Geldmarktsätze und des Zentralbankgeldbedarfs.
- Zins- oder Fazilitätenpolitik
Diese klassischen Instrumente der Refinanzierungspolitik zielen auf den Interbankenmarkt, oftmals auf den Tagesgeldmarkt. Sie stellen entweder den Geschäftsbanken Liquidität gegen Besicherung (als Diskont-, Lombard- oder Pensionsgeschäfte) zur Verfügung oder ermöglichen Geschäftsbanken, Überschussliquiditäten bei der Zentralbank kurzfristig anzulegen. Bietet eine Zentralbank solche Geschäfte standardisiert und regelmäßig an, so kommt dem jeweiligen Zinssatz meist eine Leitzinsfunktion zu.
- Offenmarktpolitik
Offenmarktgeschäfte sind geldpolitische Operationen, die auf Initiative der Zentralbank am Finanzmarkt durchgeführt werden. Outrightgeschäfte (definitive Käufe und Verkäufe von Wertpapieren und sonstigen Aktiva) und Devisenswaps (gleichzeitige Durchführung eines Kassa- und eines Termingeschäfts) können sowohl liquiditätserhöhend als auch liquiditätsabschöpfend wirken. Zur Liquiditätsbereitstellung sind befristete Tendergeschäfte, zur Liquiditätsabschöpfung ist die Emission von kurzlaufenden abgezinsten Schuldverschreibungen zu nennen.
- Operative Ziele
Operative Ziele der Geldpolitik sind ökonomische Variablen, die eine Notenbank mithilfe ihrer Instrumente kontrollieren kann und sollte. Sie sind eindeutig von geldpolitischen Instrumenten und Zwischenzielen abzugrenzen, was in der Literatur nicht immer durchgehalten wird und eine strukturierte Analyse vorhandener Strategien erschwert. Heute werden kurzfristige Geldmarktzinssätze - bspw. der Tagesgeldsatz - von fast allen Notenbanken als operative Ziele angesehen. Alternativ kann auch eine Mengengröße wie die Geldbasis herangezogen werden. Die Notenbank versucht in diesem Fall, den Bargeldumlauf zzgl. der Reservehaltung von Geschäftsbanken zu steuern. Da die Banken über ihre Einlagenstruktur oder ihr Refinanzierungsverhalten einen Einfluss auf die Geldbasis nehmen können, wird die einfache Geldbasis häufig noch korrigiert, um derartige Effekte zumindest partiell zu neutralisieren.
- Zwischenziele der Geldpolitik
Um ihre jeweiligen wirtschaftspolitischen Ziele zu erreichen, nehmen die Notenbanken auf die Geldversorgung und die Zinsen und damit auf die Finanzierungsbedingungen in der Volkswirtschaft Einfluss. Sie orientieren sich an Zwischenzielen, die idealerweise gut und kurzfristig beobachtbar sind und gleichzeitig in einem hinreichend engen Zusammenhang zum wirtschaftspolitischen Ziel stehen. Gebräuchliche Zwischenziele sind die Geldmenge, die Zinsen, die Inflationsrate selbst, bisweilen auch der Wechselkurs. Die Bedeutung von Zwischenzielen hat in der geldpolitischen Praxis während der beiden letzten Jahrzehnte spürbar nachgelassen. Sofern man auf die Zwischenziele nicht vollständig verzichtet, werden sie häufig nur noch als Indikatorvariablen interpretiert. Das Europäische System der Zentralbanken gibt in seiner 2-Säulen-Strategie bspw. für das Geldmengenaggregat M3 nur einen Referenzwert für die mittlere Frist vor. Starke Abweichungen der tatsächlichen Geldmengenentwicklung vom verkündeten Referenzwert werden als Warnsignal für mittelfristig steigende Inflations- oder Deflationsrisiken interpretiert, lösen aber keine zwangsläufige Korrektur der Geldpolitik aus.
- Geldmengensteuerung
Diese basiert auf der Annahme des Monetarismus, dass die Geldnachfrage in einer Volkswirtschaft langfristig stabil ist. Unter dieser Annahme lässt sich aus der Quantitätsgleichung eine einfache Regel für ein Geldmengenwachstum ableiten, das einerseits genügenden Spielraum für das Wirtschaftswachstum bietet, andererseits keine Inflation aufkommen lässt: Das Wachstum der Geldmenge muss der Summe der Wachstumsraten des realen Inlandsproduktes und des akzeptierten oder unvermeidlichen Preisniveauanstiegs vermindert um die trendmäßige Veränderung der Umlaufgeschwindigkeit des Geldes entsprechen. Eine exakte Steuerung der Zentralbankmenge und des Geldumlaufs kann jedoch (insbesondere kurzfristig) problematisch sein. Verfügen die Banken über freie Liquiditätsreserven, können sie Kredite gewähren und damit auch das Wachstum der Zentralbankgeldmenge vorantreiben. Sind die freien Liquiditätsreserven erschöpft, so ist die Zentralbank zwar theoretisch in der Lage, das Wachstum der Zentralbankgeldmenge gemäß ihren Zielvorstellungen zu begrenzen. Es ist aber fraglich, ob die Zentralbank diesen Mechanismus in der Praxis auch tatsächlich nutzen kann. Solange die einzelnen Banken Interbankforderungen und andere finanzielle Aktiva als gleichwertig mit Zentralbankgeld betrachten und auf Basis dieser einzelwirtschaftlichen Liquidität zusätzliche Kredite gewähren, steht die Zentralbank vor einem Dilemma: Ist sie bereit, die entstandene Lücke zwischen Zentralbankgeldversorgung durch Zufuhr freier Liquiditätsreserven, z.B. durch eine expansive Offenmarktpolitik zu schließen, dann läuft sie der von den Banken ausgelösten Entwicklung hinterher (Schlepptau-These). Verweigert sie dagegen den Banken das zusätzlich benötigte Zentralbankgeld, so führt dieser schwerwiegende und abrupte Eingriff zu einer Liquiditätskrise im Bankensystem und zu einem unerwünscht scharfen konjunkturellen Umbruch. Im Zweifel wird daher die Zentralbank nur die (Refinanzierungs-) Bedingungen setzen, zu denen sie bereit ist, den Zentralbankgeldbedarf der Kreditinstitute zu alimentieren, und von steigenden Zinssätzen eine dämpfende Wirkung auf das Wachstum der Zentralbankgeldmenge erwarten. Im Fall einer expansiven Geldpolitik ist zu beachten, dass die Zentralbank zwar Zentralbankgeld grundsätzlich in beliebiger Menge bereitstellen kann, die Verwendung aber eindeutig nur noch vom Verhalten der Nichtbanken und Banken abhängt.
- Liquiditätssteuerung
Hier sind die freien Liquiditätsreserven der Banken Indikator für die Zwischenziele „Kreditvergabe“ und „Kreditkosten“. Durch Steuerung der freien Liquiditätsreserven und mithilfe von zinspolitischen Maßnahmen versucht die Notenbank Kreditangebot und Kreditnachfrage gleichzeitig zu regulieren: Im Falle einer restriktiven (expansiven) Politik verringern (erhöhen) die Banken bei einsetzender Liquiditätsverknappung (-ausweitung) ihr Kreditangebot und reduzieren (erweitern) die Wirtschaftsubjekte aufgrund eines höheren (niedrigeren) Zinssatzes ihre Kreditnachfrage.Die Wirksamkeit dieser Politik wird nicht als unproblematisch eingeschätzt, da insgesamt gesehen die Zinsempfindlichkeit der Investitionen (v. a. in der Hochkonjunktur) gering ist und erhebliche zeitliche Wirkungsverzögerungen auftreten, die mengenmäßige Steuerung der freien Liquiditätsreserven häufig durch gegenläufige Einflüsse (insbesondere durch Devisenbewegungen bei festen und auch bei flexiblen Wechselkursen) erschwert werden sowie die Banken aus einzelwirtschaftlicher Sicht neben den freien Liquiditätsreserven auch Wertpapiere (Availability Doctrine), Interbankguthaben und die Möglichkeit der Mittelbeschaffung auf den internationalen Finanzmärkten zu ihrem Liquiditätspotenzial rechnen. Dies bedeutet, dass die Banken im Zweifel auch ohne freie Liquiditätsreserven ihre Kreditexpansion noch vorantreiben.
- Wechselkursbindung
Insbesondere für kleine Länder mit einem großen außenwirtschaftlichen Sektor kann es sinnvoll sein, die Geldpolitik einem Wechselkursziel unterzuordnen. Dabei wird die einheimische Währung einseitig mit einem festen Wechselkurs an eine ausländische Währung (Leitwährung) oder an einen Korb ausländischer Währungen (currency board) gebunden.Letztendlich wird durch eine Wechselkursbindung eine autonome nationale Geldpolitik aufgegeben. Dies kann vorteilhaft sein, wenn es dadurch bspw. gelingt, Vertrauen und eine höhere Reputation einer ausländischen Zentralbank zu importieren. Leidet ein Land unter mangelndem Vertrauen internationaler Investoren aufgrund früherer Inflationspolitiken, so kann über die Bindung der heimischen Währung an eine stabile und anerkannte ausländische Währung neues Vertrauen aufgebaut werden. Problematisch wird eine solche Strategie allerdings dann, wenn die Wachstumsraten der inländischen Wirtschaft und jene der Leitwährungswirtschaft weit auseinanderfallen. Wächst die heimische Wirtschaft deutlich dynamischer als die Leitwährungswirtschaft droht eine Deflationskrise. Die Wechselkursbindung Argentiniens an den US-Dollar war Mitte der 1990er-Jahre zunächst sehr erfolgreich; eine Veränderung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung v.a. in den USA begünstigte dann aber die schwere Deflationskrise 2001.
- Direkte Inflationssteuerung
Zweifel an den Interdependenzen zwischen Geldmengenaggregaten und den Endzielen wie Preisniveaustabilität oder Outputstabilisierung begründeten in vielen Ländern eine Abkehr von geldpolitischen Strategien unter Berücksichtigung expliziter Zwischenziele. Im Rahmen des Inflation Targeting orientieren Notenbanken ihre Geldpolitik stattdessen direkt an der Inflationsentwicklung. Die geldpolitischen Entscheidungsträger legen ein Inflationsziel fest und beobachten die gegenwärtige Preisniveausteigerung sowie Frühindikatoren für die künftige Preisniveauentwicklung (bspw. Faktorkosten, Wechselkurse, Konjunkturindikatoren, Einkommensentwicklung usw.). Vor diesem Hintergrund müssen Notenbanken ihre geldpolitischen Eingriffe auf das erwartete Inflationspotenzial ausrichten, d.h. ihre Strategie basiert auf einer Steuerung der prognostizierten Inflationsrate. Deuten die Indikatoren eine Gefährdung des Inflationsziels an, so wird die Geldpolitik restriktiv (inflationärer Druck) bzw. expansiv (deflationärer Druck) ausgerichtet.
In den späten 1980er- und 1990er-Jahren gingen eine ganze Reihe von Zentralbanken - u.a. in den USA, in Großbritannien, Kanada, Australien und Neuseeland von einer Geldmengensteuerung zu einer direkten Inflationssteuerung über. Von Kritikern wird dieser Strategie oftmals eine gewisse Beliebigkeit und fehlende Bindung vorgeworfen. In jüngster Zeit wird allerdings verstärkt infrage gestellt, ob bezüglich des konkreten Instrumenteneinsatzes tatsächlich ein wesentlicher Unterschied zwischen einer direkten Inflationssteuerung und einer an Zwischenzielen orientierten zweistufigem geldpolitischen Strategie besteht.
- Endziele der Geldpolitik
Auf der Endzielebene werden letztlich jene Ziele (Finalziele) festgelegt, die die Notenbank mittel- bzw. langfristig erreichen soll. In den letzten Dekaden hat sich sowohl in der Theorie als auch in der Praxis die Überzeugung herausgebildet, dass die Notenbanken mithilfe ihres Instrumentariums letztlich nur Inflationsprozesse bekämpfen und folgerichtig nur das Ziel der Preisniveaustabilität anstreben kann. Die Verfolgung realwirtschaftlicher Ziele, wie die Vermeidung von Konjunkturschwankungen und negativen Beschäftigungseffekten führt lediglich kurzfristig zum Erfolg (vgl. Geldtheorie), verursacht eine unstetige Geldpolitik, erhöht die Unsicherheit auf den Märkten und gefährdet nachhaltig das Ziel der Preisniveaustabilität. Diskretionäre versus regelgebundene Geldpolitik
- Diskretionäre Geldpolitik
Bei einer diskretionären Geldpolitik entscheiden die geldpolitischen Entscheidungsträger von Fall zu Fall, welche Politikmaßnahme sie zur Realisierung ihres Zieles ergreifen. Die Geldpolitik erfolgt somit situativ (in Abhängigkeit der jeweiligen Besonderheiten der Problemsituation) und muss im Zeitablauf nicht zwingend konsistent sein. Der wesentliche Vorteil einer diskretionären Strategie liegt in ihrer hohen Flexibilität, d.h., es ist der Zentralbank möglich, auf unterschiedliche Problemursachen mit unterschiedlichen Mitteln bzw. Politikmaßnahmen zu reagieren. Als Nachteil ist festzuhalten, dass eine diskretionäre Geldpolitik aus der Sicht der Marktakteure unberechenbar ist und damit für Erwartungsunsicherheit sorgt, sodass sie keine transparente und zuverlässige Basis für die individuellen ökonomischen Pläne der Akteure liefert. Dies ist regelmäßig nicht dazu geeignet, Vertrauen in die Geldpolitik zu schaffen.
- Regelgebundene Geldpolitik
Eine strikt regelgebundene Geldpolitik (open-loop-policy) ist dadurch gekennzeichnet, dass die Zentralbank verpflichtet ist, eine bestimmte Handlungsregel ohne Rücksicht auf die Spezifika der jeweiligen Handlungssituation auszuführen. Ein Beispiel einer solchen starren Regel wäre: „Erhöhe die Zentralbankgeldmenge jährlich um die konstante Rate k Prozent.“ Damit ist die Handlungsweise der Zentralbank exakt festgelegt und selbige verfügt nicht mehr über einen eigenen (diskretionären) Handlungsspielraum. Hiermit ist Erwartungssicherheit seitens der Marktakteure verbunden, die nun antizipieren können, wie sich die Zentralbankgeldmenge verändert und dies in ihren individuellen ökonomischen Plänen berücksichtigen. Damit wird eine hohe Glaubwürdigkeit der Geldpolitik bewirkt, die Vertrauen in die Funktionsfähigkeit der Geldordnung schaffen kann. Zudem wird ein Einsatz der Geldpolitik zu anderen als den Gemeinwohlinteressen (eigennutzmaximierende Politiker; Neue Politische Ökonomie) wesentlich erschwert. Der wesentliche Nachteil einer starren Regelbindung liegt darin, dass nicht differenziert auf unterschiedliche Inflations- oder Deflationsursachen reagiert werden kann. Darüber hinaus ist es geldtheoretisch zweifelhaft, ob eine langfristig konstante Wachstumsrate der Geldmenge tatsächlich für Preisniveaustabilität sorgen kann, da das Produktionspotential einer Volkswirtschaft durchaus nicht zwangsläufig einer konstanten Wachstumsrate unterliegt. Dies gilt umso mehr als Wissen über zukünftige ökonomische Entwicklungen heute nicht bzw. kaum in sicherer Weise verfügbar ist.
- Weitere Variante
Eine weitere Variante regelgebundener Geldpolitik stellt die Feedback-Regel (closed-loop-policy) dar. Hierbei ist die Ausführung der Handlungsregeln an den Eintritt spezifischer Ereignisse gebunden, sodass eine Rückkopplung (closed loop) zwischen Zielgröße und Instrumentenwahl bzw. -einsatz integriert ist. Ein Beispiel einer solchen Feedback-Regel könnte bspw. wie folgt formuliert werden: Erhöhe das Zentralbankgeldangebot um x Prozent pro Jahr, zzgl. y Prozent für jeden Prozentpunkt Arbeitslosenquote, abzüglich z Prozent für jeden Prozentpunkt Inflation oberhalb von 2 Prozent. Ist die Feedback-Regel den Marktakteuren bekannt, so ist Erwartungssicherheit bezüglich der Geldpolitik gegeben. Gleichzeitig ist eine solche Regelbindung relativ flexibel gegenüber unterschiedlichen Inflations- oder Deflationssituationen und -ursachen; dies gilt freilich nur insoweit, als das alle relevanten Situationsparameter i.d.R. erfasst sind. Damit bleibt auch diese Strategie regelgebundener Geldpolitik unflexibel gegenüber nicht erwarteten Ursachen von Fehlentwicklungen, welche bei einer prinzipiell offenen Zukunft dennoch auftreten können (bspw. in Form exogener Schocks - Ölpreiskrise - oder Innovationen an den Finanzmärkten).
Insgesamt wird es sich in der Realität nicht vermeiden lassen, den geldpolitischen Akteuren (den Zentralbänkern) gewisse (jedoch deutlich beschränkte) diskretionäre Spielräume zu belassen, um auf unerwartete Zukunftssituationen reagieren zu können. Somit können Regelbindungen real nur unvollständige Regelbindungen sein.
- Expansive versus kontraktive Geldpolitik
Expansive Geldpolitik ist eine geldpolitische Maßnahme, die sich in einer steigenden Änderungsrate der Geldmenge bzw. des Geldangebotes einer Zentralbank widerspiegelt. Dadurch wird versucht, die Wirtschaft zu beleben und einer konjunkturellen Abkühlung bzw. einer Rezession entgegen zu wirken. In der kurzen Frist sind belebende Wirkung auf Produktion beziehungsweise auf den Zinssatz möglich, in der mittleren Frist gilt die expansive Geldpolitik allerdings als wirkungslos, sodass sie letztendlich nur zu einer Preisniveauerhöhung führt. Selbst in der kurzen Frist bleibt die expansive Geldpolitik jedoch in einem deflationären Umfeld wirkungslos, insbesondere in den von Keynes beschriebenen Situationen der Investitions- und Liquiditätsfalle.
Kontraktive Geldpolitik umfasst alle Maßnahmen, welche die Änderungsrate des Geldangebotes, d.h. die Menge des umlaufenden Geldes, verringert. Vor allem in Zeiten konjunktureller Überhitzung kann kontraktive Geldpolitik eine wirksame Maßnahme darstellen. Sie führt zu Zinssteigerungen, Produktions- und Investitionsrückgang und soll darüber den Anstieg des Preisniveaus verlangsamen, also Inflationstendenzen eindämmen. Es besteht allerdings die Gefahr, dass Liquiditätsengpässe auftreten, die den Bankensektor destabilisieren können. Geldpolitik in einer offenen Volkswirtschaft
Die monetäre Politik kann ihre Maßnahmen nicht allein binnenwirtschaftlich ausrichten. Der Außenwert der Währung wird über die Wechselkurse zu ausländischen Währungen ausgedrückt. In einem System flexibler (marktlich bestimmter) Wechselkurse besteht prinzipiell die Möglichkeit zu einer autonomen, binnenwirtschaftlich ausgerichteten Geldpolitik, sofern die durch Wechselkursbewegungen entstehenden Verteuerungen oder Verbilligungen von Importen und Exporten hingenommen werden. In einem System fester oder lediglich in Bandbreiten flexibler Wechselkurse (und somit letztlich politisch bestimmter Kurse) wird hingegen eine binnenwirtschaftliche Geldpolitik durch die Notwendigkeit der Wahrung des festgelegten Wechselkurses, welcher üblicherweise Zentralbankinterventionen in den Devisenmarkt erfordert, eingeschränkt. Dies kann dann Devisenknappheit oder importierte Inflation mit sich bringen (vgl. auch Wechselkurssysteme).
https://www.bpb.de/kurz-knapp/lexika/lexikon-der-wirtschaft/19456/geldpolitik/
alle Maßnahmen, mit denen vor allem die Zentralbank den Geldumlauf und die Geld- und Kreditversorgung der Wirtschaft steuert. Wichtigstes Ziel ist dabei die Sicherung der Währung, also die Erhaltung des Geldwertes innerhalb der Volkswirtschaft (Preisniveaustabilität) und die Stabilität der Kaufkraft nach außen. Das erfordert vor allem die Steuerung der umlaufenden Link hat Vorschau-PopupInterner Link: Geldmenge
, da Geld einerseits so knapp sein muss, dass der Geldwert nicht leidet, andererseits aber eine ausreichende Versorgung der Wirtschaft mit Geld gewährleistet werden muss, um sämtliche Geldgeschäfte abwickeln zu können.
Die Steuerung der Geldmenge erfolgt dabei über Maßnahmen zur Beeinflussung der Zinssätze durch die Interner Link: Zinspolitik (siehe dort) und über die Beeinflussung der Bankenliquidität durch die Interner Link: Liquiditätspolitik (siehe dort). Träger der Geldpolitik war in Deutschland bis Ende 1998 die Interner Link: Deutsche Bundesbank (siehe dort). Seit dem 1. 1. 1999 ist das Europäische System der Zentralbanken (ESZB) mit der Europäischen Zentralbank (EZB) an der Spitze für die Geldpolitik in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion (EWWU) verantwortlich. Zur Erfüllung ihrer Aufgaben verfügt die EZB über verschiedene geldpolitische Mittel der Interner Link: Offenmarktpolitik (siehe dort), der Interner Link: Mindestreservepolitik (siehe dort) sowie über Interner Link: ständige Fazilitäten (siehe dort), die zum Teil der Interner Link: Lombardpolitik (siehe dort) der Bundesbank entsprechen. Die Link hat Vorschau-PopupInterner Link: Diskontpolitik
(siehe dort) gibt es nicht mehr.
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Literatur
Weblinks
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Literatur
Gesetz
Erlässe
Fachgutachten
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- IDW S1 Rz.
Fachliteratur
" *)mwN ausgeblendet finden sich weitere Literaturangaben
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Judikatur
Unterlage(n)
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- Hager: Äquivalenzprinzipien, Datei:Äquivalenz.pdf, Basisseminar BFA, Stand Feb. 2022;
- Hager: Bewertungsanlass und -zweck - funktionale Bewertung, Datei:BewAZ.pdf, Stand Nov. 2023;
- Hager: Bewertungsobjekt, Datei:Bewertungsobjekt.pdf, Stand Okt. 2020;
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- Hager: Cash-Flow, Datei:Cash-Flow.pdf, Stand Aug. 2017;
- Hager: Ertragsbegriffe, Datei:Ertrag.pdf, Stand Dez. 2023;
- Hager: Geldflussrechnung, Datei:CF-Kapfluss.pdf, Stand Aug. 2021;
- Hager: Fiktive Anschaffungskosten, Datei:Fiktive AK.pdf, Stand März 2021;
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- Hager: Was ist bei Prüfung eines Gutachtens zu beachten, Datei:Gutachten-Prüfung-allg.pdf, Basisseminar FAÖ, Stand Okt. 2024;
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- Hager: Persönliche Haftung in der Unternehmensbewertung, Datei:Haftung.pdf, Stand Aug. 2021;
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Tabellen
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- Hager: Mustertabelle Ertragswertverfahren, Datei:Ertragswert-muster.xlsx, Stand Okt. 2024;
- Hager: Berechnungstabelle Rating, Datei:Rating.xlsx, Stand Nov. 2024;
- Hager: Berechnungstabelle Svensson-Formel, Datei:Svensson DBB.xlsx, Stand Okt. 2024;
- Hager: Mustertabelle vereinfachtes Ertragswertverfahren, Datei:VEWV Muster.xlsx, Stand Okt. 2024;
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Folien
- Hager: "Welche (Unternehmens)Bewertungen werden vom Finanzamt anerkannt?", VWT 6.5.2019, Datei:VWT 2019.pdf
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- Hager: "Unternehmensbewertung im Steuerrecht", Linde Forum Unternehmensbewertung 2016, Datei:Forum 16 UBW-StR-Ergänzt.pdf
- Hager: "Unternehmensbewertungsgutachten - schlüssig und nachvollziehbar", JKU 2015, Datei:UBWGA JKU-Linz 151014.pdf
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- Hager: "Wertermittlung des immateriellen Vermögens Marke", GBP 26.4.2010, Datei:Wertmarke-Präsentation.pdf
siehe auch -> Liste der verwendeten Gesetze und Erlässe, Liste der verwendeten Literatur, Liste englische Fachausdrücke, Liste der verwendeten Abkürzungen, Liste der verwendeten Symbole, Liste der verwendeten Formeln
Weblinks
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Einzelnachweise
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