Zahlungsmittel

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Kurzinfo! 

Ein Zahlungsmittel ist ein Wertträger, mit denen gezahlt werden kann. *) Soweit ein gesetzlicher Annahmezwang besteht, spricht man von gesetzlichem Zahlungsmittel.[1] Nur in einem bestimmten Währungsraum sind Zahlungsmittel gültige gesetzliche Zahlungsmittel. Ansonsten gelten sie als ausländische Zahlungsmittel.

Zahlungsmittel dienen im modernen Zahlungsverkehr dem zahlungsverpflichteten Schuldner dazu, seinem Gläubiger die aus Vertrag oder Gesetz resultierende Geldschuld rechtswirksam zu tilgen.[2]

siehe auch-> Zahlungsbilanz

Arten

Bei den Zahlungsmitteln werden unterschieden:

Geld

Hauptartikel-> Geld

Geld ist jedes vom Staat oder einer durch ihn ermächtigten Stelle beglaubigte, zum Umlauf im öffentlichen Verkehr bestimmtes Zahlungsmittel ohne Rücksicht auf einen allgemeinen Annahmezwang.[3]

In Österreich müssen gemäß § 61 Nationalbankgesetz Euro-Banknoten zum Nennwert unbeschränkt angenommen werden. Die Annahmepflicht von Münzen ist dahingehend eingeschränkt, dass Gebietskörperschaften gemäß § 8 Scheidemünzengesetz[16] nur bis zu 100 Stück und alle übrigen Personen bis zu 50 Stück akzeptieren müssen.

Geldersatz (Geldsurrogat)

Geldsurrogat (Geldersatzmittel) sind sonstige Zahlungsmittel. Sie stellen keine gesetzlichen Zahlungsmittel dar.

Arten: [4]

Weblinks

Kryptowährung

siehe auch-> Währung

Kryptowährung [5] (Kryptoasset, virtuelle Währung) (einzeln auch Coin oder Token)[6] ist die digitale Darstellung eines Werts, die von keiner Zentralbank oder öffentlichen Stelle emittiert wurde oder garantiert wird und nicht zwangsläufig an eine gesetzlich festgelegte Währung angebunden ist und nicht den gesetzlichen Status einer Währung oder von Geld besitzt, aber von natürlichen oder juristischen Personen akzeptiert wird und die auf elektronischen Weg übertragen, gespeichert und gehandelt werden kann. [7]

Kryptowährungen werden dezentral meist in einer Blockchain gespeichert. *)

Die wichtigste Kryptowährung ist Bicoin. Eine Aufzählung findet sich bei Wikipeida, Stichwort: Liste von Kryptowährungen.

Kryptowährungen wurden zwar zum zahlen entwickelt, werden aber häufig zur Spekulation gehalten. Sie weisen eine hohe Volatilität auf. Der Bitcoin ist in El Salvator als (Neben)Währung anerkannt. Zur Kritik an den Kryptowährungen vgl. Wikipedia, Stichwort: Kryptowährung (Kapitel: Kritik).

Digitales Zentralbankgeld

Digitales Zentralbankgeld (engl. Central Bank Digital Currency, CBDC) ist elektronisches Geld, das von einer Zentralbank emittiert wird.[8] Der Wert eines CBDCs soll 1:1 dem Wert der abgebildeten regulären (Landes-)Währung entsprechen.[9]

Im Allgemeinen befinden sich CBDCs in einem sehr frühen Entwicklungsstadium. [10]

Auch die Europäische Zentralbank (EZB) arbeitet seit 2020 an der Einführung eines digitalen Euros. [11]

Literatur

  • Schmidt: "Kryptoassets und Blockchains", Linde 2019;
  • Sulzer: "Zivilrechtliche Einordnung von Bitcoin und Diem", Diplomarbeit JKU Linz 2021, Online, abgefragt 6.5.2025;

Weblinks

Weblinks

Einzelnachweise

  1. Vgl. Gablers Wirtschaftslexikon, Stichwort: Zahlungsmittel, abgefragt 6.5.2025.
  2. Gablers Wirtschaftslexikon, Stichwort: Zahlungsmittel, abgefragt 6.5.2025.
  3. Wikipedia, Stichwort: Geld, abgefragt 4.5.2025 u.V.a. BGH WM 1984, 222.
  4. Wikipedia, Stichwort: Geldersatzmittel, abgefragt 6.5.2025.
  5. Von altgr. krýpto = "verbergen, verstecken oder ‚schützen"; vgl. Wikipedia, Stichwort: Kryptowährung, abgefragt 6.5.2025.
  6. Vgl. Wikipedia, Stichwort: Kryptowährung, abgefragt 6.5.2025.
  7. Art. 3 Z 18 der 5.GeldwäscheRL.
  8. Wikipedia, Stichwort: Digitales Zentralbankgeld, abgefragt 6.5.2025.
  9. Wikipedia, Stichwort: Kryptowährung, abgefragt 6.5.2025.
  10. Stand 2021; vgl. Wikipedia, Stichwort: Kryptowährung, abgefragt 6.5.2025.
  11. Vgl. Wikipedia, Stichwort: Zahlungsmittel, abgefragt 6.5.2025.